Südafrikanische Küche

Südafrika als Schmelztiegel so verschiedener Kulturen und Rassen hat eine äusserst vielfältige Küche. Alle Zuwanderer brachten Rezepte aus ihrer Heimat mit, egal ob holländische Eroberer, schottische Siedler, französische Hugenotten, malaische und karibische Sklaven oder indische Arbeiter. Und natürlich hatte auch die einheimische schwarze Bevölkerung immer schon ihre eigene typische Küche.

Die südafrikanische Küche hält Überraschungen bereit, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Außer Sie sind Vegetarier, in diesem Fall sind Biltong, Antilope, Kudu, Strauss oder das ein oder andere Krokodilrippchen absolut tabu.

Es gibt aber auch für weniger fanatische Anhänger einer fleischdominierten Küche in Südafrika etwas Gutes zu essen. In Durban gibt es genauso gute und genauso scharfe Curries, auch vegetarische, wie in Indien zu geniessen. Es gibt insgesamt auch eine Menge vielfältiger Eintopfgerichte, die ebenfalls den Pionieren zu verdanken sind. Die eigentliche Rettung aller Vegetarier liegt im sensationellen Obstangebot Südafrikas.

Trotz einer Amerikanisierung im südafrikanischen Fast Food Bereich gibt es insgesamt viele traditionelle und unbekannte Dinge zu geniessen.

 


 

Maiskügelchen mit Biltong

   
Für 4 Portion
Salz
750 Mailmehl
175 Bilton oder Bündnerfleisch
Butter für die Form
etwas Tomaten-Relish (FP)
 

 Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. 1l Wasser in einem grossen Topf aufkochen und salzen. Das Maismehl auf einmal hineinschütten, die Hitze reduzieren und alles unter ständigem Rühren solange köcheln lassen, bis der Maisbrei dick geworden ist. Anschliessend in eine mit Butter eingefettete Backform füllen und glatt streichen.

Den Maisbrei im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen Biltong in dünne Scheiben schneiden. Mit einem Esslöffel von der Maismasse kleine Nockerl abstechen und etwas rund formen. Das Bündnerfleisch darauf legen und mit etwas Tomaten-Relish garniert servieren.


Perlhuhn-Maafe


 
   
Für 4 Portionen
1 Perlhuhn
2-3 kleine Chilis
1 Tl Zimt
je 1 El gemahlener Koriander
Kreuzkümmel und Paprikapulver
2-3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, ca. 3 cm
100 ml Öl
3 Zwiebeln
4 EL Tomatenmark
250 ml Tomaten a. d. Dose
75g Erdnussbutter
400g Spinat
Pfeffer, Salz

Das Huhn portionieren. Die Chilischoten halbieren, Stiel und Kerne entfernen und die Schoten klein hacken. Mit Zimt, Koriander, Kreuzkümmel und Paprika vermischen. Knoblauch und Ingwer schälen, fein hacken und dazugeben. Alles mit 50 ml Öl vermischen, das Huhn darin 2 Stunden marinieren und zwischendurch wenden.

Das Fleisch herausnehmen und im restlichem heissen Öl anbraten. Die Zwiebeln schälen, klein schneiden und mitbraten. Das Tomatenmark hinzufügen und 5 Minuten mitdünsten.

Die Tomaten mit dem Saft grob zerkleinert hinzugeben. 500 ml warmes Wasser mit der Erdnussbutter glatt verrühren, dazugeben und alles 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer weiter durchrühren.

Den Spinat waschen, abtropfen lassen, in Streifen schneiden und zum Fleisch geben. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.


Wild-Bredie mit Aprikosen und Bier


     
4 Portionen
1 kg Rehfilet
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 ml Olivenöl
250 ml Rinderbrühe
100 ml Bier
300 g Mini- Maiskolben
3 El Honig
3 El Aprikosenmarmelade
200 g Aprikosen
200 g Beeren gemischt

(z.B. Stachelbeeren und Boysenbeere)

Das Filet in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln mit dem Knoblauch darin glasig andünsten. Filetwürfel darin kräftig anbraten. Die Rinderbrühe und das Bier dazugiessen. Alles köcheln lassen und die Flüssigkeit um etwa 1/3 einreduzieren.

Inzwischen die Maiskolben putzen, waschen und abtrocknen. Anschliessend der Länge nach halbieren. Den Honig mit der Aprikosenmarmelade in einer Pfanne erhitzen. Die Maiskolben darin rundherum glasieren, etwas ziehen lassen. Die Aprikosen und die Beeren putzen, waschen und abtrocknen. Aprikosen halbieren und vom Stein lösen.

Das Obst anschliessend zu den Maiskolben in die Pfanne geben und ebenfalls darin glasieren. Das Fleisch anrichten und die Maiskolben mit den Früchten darüber verteilen.

In Südafrika wird dieses Gericht traditionell mit Springbock zubereitet.


Sosaties mit Aprikosen und Knoblauch

 

 
Für 4 Portionen
5 Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
6 El Aprikosenmarmelade
1 El brauner Zucker
2 El Currypulver
1 Tl Maisstärke
1 El Weinessig
800 g Lammfleisch
150 g getrocknete Aprikosen
Pfeffer, Salz
4 Schaschlikspiesse
 

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen, die Zwiebeln vierteln und den Knoblauch fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch in einen Topf geben. Aprikosenmarmelade, Zucker, Currypulver, Maisstärke und Essig dazugeben. Alles verrühren, 5 Minuten kochen lassen und beiseite stellen.

Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden und in die noch lauwarme Marinade legen. Zugedeckt 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Die Aprikosen am nächsten Tag 30 Minuten in etwas warmem Wasser einweichen.

Anschliessend im Wechsel mit dem marinierten Fleisch auf gewässerte Schaschlikspiesse stecken. Salzen und pfeffern und auf dem heissen Holzkohlengrill rundherum etwa 10 Minuten grillen. Zwischendurch immer wieder mit der Marinade bestreichen.


Gegrillte Langusten

 
   
Für 4 Portionen
2 grosse Langusten
Salz
1 Zitrone
4 Knoblauchzehen
1 Prise Chilipulver
1 Prise Rosenpaprika
3 El Olivenöl
1- Tl Balsamico-Essig
Schaschlikspiesse

Die Langusten mit den Scheren voran in kochendes Salzwasser gleiten lassen und etwa 15 Minuten kochen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die grossen Scheren vom Körper abtrennen. Den Körper und den Schwanz erst der Länge nach, anschliessend quer in vier Teile schneiden und die Weichteile entfernen.

Die Zitrone auspressen, die Langusten mit dem Zitronensaft beträufeln und salzen. Die Knoblauchzehen schälen, fein hacken und in eine kleine Schüssel geben. Chili- und Rosenpaprikapulver dazugeben und alles mit dem Olivenöl und dem Essig vermischen.

Die Langustenstücke auf Spiesse stecken und auf dem heissen Grill rundherum etwa 10 Minuten grillen. Langusten zwischendurch wenden und immer wieder mit der Ölmischung bestreichen.


Muschel Chowder

 

 
Für 4 Portionen
1 Zwiebel
3 Stiele frisches Zitronengras
3 Knoblauchzehen
1-2 El Öl
300 ml Milch
200 ml Kokosmilch
1 Dose Mais
1/2 Zitrone
1.2 kg gekochte Miesmuscheln
Fischsauce
glatte Petersilie
 

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Das Zitronengras putzen und waschen, anschliessend fein hacken und zerdrücken. Den Knoblauch schälen und in etwas Öl goldbraun anbraten. Die Zwiebeln und das Zitronengras dazugeben. Die Milch und die Kokosmilch hinzugiessen und alles bei schwacher Hitze leicht köcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen und mindestens 2 Stunden stehen lassen, damit sich das Aroma des Zitronengrases gut entfalten kann. Anschliessend die Milch durch ein feines Sieb passieren. Den Mais abtropfen lassen und fein pürieren. Die Zitrone auspressen und den Saft darunter rühren.

Das Maispüree unter die Milch rühren und erhitzen. Die Muscheln putzen, waschen und geöffnete Exemplare wegwerfen. Die Muscheln zur Milch geben und darin erhitzen.

Das Ganze mit etwas Fischsauce abschmecken. Die Petersilie waschen, trockenschütteln und die Muscheln damit garnieren. Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, entfernen.

 

 

 

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