Nachfolgend finden Sie einige Themen aus unserem Infohandbuch aufgelistet. Jeder Teilnehmer erhält selbstverständlich ein ausführliches Exemplar mit Hintergrundwissen zum Gastland, einer Packliste und vielen weiteren nützlichen Details.
Währung und Geldangelegenheiten
Die Südafrikanische Währung ist der Rand (100 Cents sind ein Rand). Es gibt Scheine zu 10, 20, 50, 100 und 200 Rand. Daneben gibt es Silbermünzen zu einem, 2 und 5 Rand. Die Beträge unter einem Rand lauten 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents. Die Wechselkurse verändern sich laufend. Zur Zeit entspricht ein Schweizer Franken etwa 7.5 Rand.
Bei Geldangelegenheiten ist in Südafrika höchste Vorsicht geboten. Wenn Sie Geld an einem Automat beziehen möchten, achten Sie darauf, dass beim Karteneinschub nichts verändert wurde und lassen Sie sich von niemandem helfen. Schauen Sie ebenfalls auf die Gegend und was für Leute sich um Sie befinden. Das Geld darf auf keinen Fall offen gezeigt werden. Sollte es jemals zu einem Zwischenfall kommen, sollten Sie Ihre Karte unverzüglich sperren lassen. Die Kreditkarte und andere wichtige Dokumente sollten generell an einem sicheren Ort gelagert und wirklich nur dann herumgetragen werden, wenn man sie braucht. Mit einer Schweizer Postcard (blaues Zeichen PLUS), sind die Gebühren um einiges tiefer als zum Beispiel bei einer Visa-, Master- oder Maestro-Karte.
Während Ihrem Sprachaufenthalt benötigen Sie etwa 400 Schweizer Franken pro Monat für Essen, Trinken, Unterhaltung und kleinere Ausflüge. Dies ist aber stark abhängig von Ihren Unternehmungen, Shopping-Bedürfnissen, Cafe- oder Bar-Aufenthalten und sonstigen Aktivitäten. Sollten Sie anschliessend noch herumreisen, müssen die Kosten für Übernachtungen, Verpflegung, Transport und Vergnügen eingeplant werden.
Lebensmittel kosten ca. die Hälfte wie bei uns. Ein Bier in einer Bar kostet ca. 15 Rand (2 Franken).
Trinkgelder und Mehrwertsteuer
Servicegebühren sind in Südafrika nicht im Preis enthalten, es sei denn, sie sind ganz offensichtlich auf der Rechnung deklariert. Generell wird ein Trinkgeld von ca. 10 bis 15 Prozent empfohlen. Die Angestellten von Bars und Restaurants arbeiten für einen sehr tiefen Mindestlohn. Sie sind also von Trinkgeldern abhängig.
In Südafrika enthalten Güter (ausser Nahrungsmitteln) und Dienstleistungen eine Mehrwertsteuer, Value-Added Tax (VAT), in der Höhe von 14 Prozent. Ausländer können sich bei der Ausreise aus dem Land an den Flughäfen, Seehäfen oder Zollämtern die Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen. Dies gilt allerdings nur für Artikel, die im Land gekauft wurden und nun ausgeführt werden, also nicht für die Kosten von Übernachtungen, Automiete oder dergleichen. Die Sachen sollten nicht zu tief im Koffer verstaut werden, da sie oft nochmals vorgezeigt werden müssen. Ausserdem muss man seinen Ausweis sowie die Kassenquittungen im Original vorzeigen. Der Gesamtwert der Waren, für die Sie Steuern zurückerstattet haben möchten, muss 250 Rand übersteigen.
Autofahren, Verkehrsregeln und Strassenschilder
Die Grundregel im südafrikanischen Strassenverkehr lautet: Fahren Sie auf der linken Strassenseite und geben Sie Fahrzeugen, die von rechts kommen, Vorfahrt. Besonders zu beachten ist auch, dass am Lenkrad Wischerhebel und Blinker spiegelverkehrt angebracht sind. Seien Sie immer aufmerksam und versichern Sie sich am besten dreimal, ob die Strasse auch wirklich frei ist bei einer Überquerung als Passant. Die Geschwindigkeit ist auf Autobahnen und autobahnähnlichen Strassen auf 120 km/h begrenzt, auf Landstrassen auf 100 km/h und auf Strassen mit angrenzender Bebauung auf 60 km/h, wenn nichts anderes ausgeschildert ist. In Südafrika wird auch geblitzt. Wer mit mehr als 200 km/h unterwegs ist, landet direkt im Gefängnis. Es besteht eine Sicherheitsgurtvorschrift, auch wenn diese von den Einheimischen missachtet wird. Die Alkoholpromillegrenze liegt bei 0,8. Fahren unter Alkoholeinfluss wird strikt geahndet wie auch das Missachten von Verkehrsregeln. Die Ampelanlagen (in Südafrika `robots` genannt) stehen auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Dadurch kann man die Ampeln als Europäer sehr leicht übersehen.
Weiterhin sei noch auf folgende Besonderheit hingewiesen: Wenn man sein Auto parkt, sei es an der Strasse oder auf Parkplätzen, kommt es häufig vor, dass man von jemandem in die Parklücke eingewiesen wird, der einem beim Ausstieg anbietet auf das Auto aufzupassen. Diese Menschen möchten sich durch ihre Hilfestellung etwas Geld verdienen. Es ist üblich diesen Menschen ein paar Rand zu geben. Ob sie wirklich auf Ihr Auto aufpassen, sei dahingestellt.
Nachfolgend sind einige Strassenschilder in Afrikaans erläutert:
| Links | links | Rylaan | Allee |
| Regs | rechts | Hou | bleiben |
| Stad | Stadt | Slegs | nur |
| Lughawe | Flughafen | Oop | offen |
| Straat | Strasse | Gesluit | geschlossen |
| Gevaar | Gefahr | Verbode | verboten |
| Ompad | Umleitung | Tuin | Garten |
| Strand | Strand | Hawe | Hafen |
| Robot | Ampel |
Nachtleben
Das Nachtleben in Südafrika bietet alles, was wir auch haben und noch einiges mehr. Es ist aufregend und abwechslungsreich. Kapstadt ist ein Mekka für Trance-Heads, modebewusste Clubber, Hip Hopper und House Fans. In den Sommermonaten finden viele Partys unter freiem Himmel statt. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas. Die Leute sind in guter Stimmung, kommen aus aller Welt und feiern alle zusammen. Es ist alles sehr herzhaft und verschiedene Kulturen sowie Menschen werden alle als gleich angesehen. In Cape Town spielt sich das Nachtleben vor allem in der Longstreet ab. Es gibt aber auch typische Studenten-Viertel wie das Observatory. Diese Plätze sind mit Backpackern/Hostels nur so übersät. Man kann also unbeschwert in vollen Zügen das Nachtleben geniessen und ohne Sorgen zu Fuss ins Hostel zurückkehren.
Zeitverschiebung
Während der Schweizer Sommerzeit (März bis Oktober) gibt es keine Zeitverschiebung zwischen der Schweiz und Südafrika. Während der Winterzeit ist die südafrikanische Uhrzeit der Schweizer Uhrzeit eine Stunde voraus. In Cape Town zum Beispiel muss aber noch ein ganz anderer Zeitfaktor in Betracht gezogen werden - der Lebensstil. Denn hier leben die Menschen in der Regel einen entspannten Lebensrhythmus und es wird nichts überstürzt. Das Einfachste ist es, sich diesem Rhythmus so gut es geht anzupassen. Johannesburg ist im Gegensatz dazu eine schnelllebigere Stadt. Die Menschen dort sind viel pünktlicher als in Kapstadt.
Notfallnummern
Die Notfallnummern für Südafrika lauten:
| Ambulanz und Feuerwehr | 10177 |
| Polizei | 10111 |
| vom Mobiltelefon aus | 112 |
Vergessen Sie bitte nicht die Notfallnummern Ihrer Versicherung mitzunehmen.
Elektrizität
Die Stromversorgung der meisten Systeme in Südafrika liegt bei 220 / 230 Volt Wechselstrom mit 50 Hertz. Geräte mit 220 – 250 Volt sollten überall funktionieren. Südafrikanische Stecker haben drei runde Stifte, wovon der längste die Erdung ist. Der passende Adapter ist in der Schweiz oft nur schwer und vor allem zu hohen Preisen zu bekommen. Ihre Gastfamilie oder die Studentenresidenz wird voraussichtlich einen entsprechenden Adapter bereits haben, ansonsten können Sie zum Beispiel bei Pick `n Pay, grösseren Tankstellen sowie natürlich in Elektrofachgeschäften einen kaufen. Nützlich ist auf jeden Fall auch eine Taschenlampe.
Geschenke und Souvenirs
Sie werden vielleicht ein Geschenk aus der Schweiz für die Gastfamilie oder sonst für jemanden mitnehmen. Bringen Sie auf jeden Fall nichts zu Kostspieliges mit. Am besten eignen sich kleine Sachen wie: T-Shirt, Bücher über das Land, eine CD mit Schweizermusik oder natürlich Schokolade.
Zur Erinnerung an die Zeit in Südafrika empfiehlt es sich etwas Landestypisches mit nach Hause zu nehmen. Besonders beliebte Souvenirs sind kunsthandwerkliche Erzeugnisse wie Perlenarbeiten, Korbwaren, geschnitzte afrikanische Holzmasken, Bilder, bemalte Strausseneier, Goldarbeiten, Töpferwaren, gewebte Textilien oder Steinskulpturen. Aber auch südafrikanische Weine und Spirituosen (Vorsicht Zollverordnung), die vergleichsweise preiswert erhältlich sind, werden gern mit in die Heimat genommen.
Telefon und Handy
Bitte nehmen Sie nicht ihr aktuelles und hochmodernes Handy mit. Dies wäre ein Sicherheitsrisiko und sicherlich ärgerlich, wenn das Handy abhanden kommen sollte. Schreiben Sie während ihres Aufenthaltes laufend alle Nummern zur Sicherstellung auf ein Blatt Papier.
Für die folgenden Städte gelten die Vorwahlnummern:
Johannesburg 011, Durban 031, Preotoria 012, Port Elizabeth 041, Cape Town 021
Der Telefoncode für Südafrika lautet +27. Die nationale Auskunft erreichen Sie unter 1023 und die internationale unter 0903.
Die Schweiz hat den Ländercode +41.
Karten und Münztelefone sind in Südafrika weit verbreitet. Telefonkarten sind zu 20, 50 oder 100 Rand erhältlich und können in Postämtern oder Shopping Malls bezogen werden.
Wellenreiten
Südafrika ist ein surfbegeistertes Land. Sie werden fast keinen jungen Menschen antreffen, der noch nie auf einem Brett gestanden ist. In diesem Land werden Surfsafaris entlang der ganzen Küste von Südafrika angeboten. Zu den beliebtesten Orten gehören East London und Jeffreys Bay, wo es übrigens eine Billabong, Reef und Quicksilver Fabrik hat. Zu den Highlights gehören aber natürlich die ganze Wild Coast mit ihren tausenden von fast unberührten Sandstränden, Durban, Mossel Bay, Plettenberg Bay, das ganze Eastern Cape und zu guter letzt Cape Peninsula mit dem wilden Atlantischen Ozean.
Übernachtungen
Südafrika offeriert eine grosse Auswahl von guten Übernachtungsmöglich-keiten. Diese gehen von einfachen Hostels zu B&Bs bis zu luxuriösen Lodges. Sie zahlen signifikant weniger als Sie in Europa zahlen würden. Wer ein knappes Budget hat und es geniesst mit internationalen Reisenden zusammen zu sein, für den sind die Backpackers (Hostels / Jugendherbergen) genau das Richtige. Mit ganz wenigen Ausnahmen können Sie eine saubere Umgebung und gute Infrastrukturen erwarten. Alle Backpackers sind mit dem Baz Bus sowie einem vom Hostel zusätzlich organisierten Abholservice gut erreichbar. Unbedingt sollten Sie den Backpackerführer ’Coast to Coast’ besorgen, den es in jedem Backpacker zu finden gibt. Aus diesem Guide sind restlos alle Hostels mit einer kleinen Beschreibung und sonstigen nützlichen Daten zu entnehmen.
Essen und Trinken
Südafrika als Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Rassen hat eine äusserst vielfältige Küche. Alle Zuwanderer brachten Rezepte aus ihrer Heimat mit, egal ob holländische Eroberer, schottische Siedler, französische Hugenotten, malaiische und karibische Sklaven oder indische Arbeiter. Und natürlich hatte auch die einheimische schwarze Bevölkerung immer schon ihre eigene typische Küche.
Die südafrikanische Küche hält Überraschungen bereit, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Ausser Sie sind Vegetarier - in diesem Fall sind Biltong, Antilope, Kudu, Strauss oder das eine oder andere Krokodilrippchen absolut tabu. Bitte rechnen Sie damit, dass nicht jeder Südafrikaner sofort versteht, dass jemand Vegetarier ist, denn Fleisch steht auf dem Speiseplan ganz oben. Gastfamilien gehen selbstverständlich gerne auf jegliche Wünsche ein.
Es gibt aber auch für weniger fanatische Anhänger einer fleischdominierten Küche in Südafrika etwas Gutes zu Essen. In Durban und Umgebung gibt es genauso gute und scharfe Curries wie in Indien zu geniessen, auch vegetarische. Es gibt insgesamt auch ein Menge vielfältiger Eintopfgerichte, die ebenfalls den Pionieren zu verdanken sind. Die eigentliche Rettung der Vegetarier liegt im sensationellen Obstangebot Südafrikas.
Fotografieren und Filmen
Südafrika bietet sehr viele atemberaubende Film- und Fotomöglichkeiten. Dabei sollte man aber einige Regeln befolgen. Die Menschen sind nicht in einem Zoo ausgestellt. Respektieren Sie Fotoverbote sowie die Bedürfnisse der Einheimischen. Fragen Sie freundlich um Erlaubnis, bevor Sie andere Menschen fotografieren. Besonders bei Schwarzen und Ureinwohnern sollte man sehr sensibel sein. Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass ein kleines Trinkgeld erwünscht ist. Auch eine Ablehnung muss akzeptiert werden können. Passen Sie immer gut auf Ihre Fotoausrüstung auf, damit sie nicht gestohlen wird.
In den Städten können Kameras, Ersatzbatterien und sonstiges Zubehör ohne Probleme gekauft werden. Bei gleicher Qualität ist dieses Material aber in der Schweiz um einiges billiger zu haben. Decken Sie sich daher noch zu Hause mit dem richtigen Material ein. Auf den Safaris sollten Sie nicht Ihr Leben riskieren - steigen Sie nicht aus dem Wagen. Auch wenn die nahen Tiere ruhig wirken und vor sich hinzudösen scheinen, können sie plötzlich aufspringen.
Alkohol, Drogen und Suchtmittel
In Südafrika gibt es strenge Gesetze gegen den Alkohol- und Drogenmissbrauch, und deren Durchsetzung wird unnachgiebig überwacht sowie geahndet. Die südafrikanischen Gesetze unterscheiden nicht zwischen harten und weichen Drogen, aber generell wird der Genuss und Verkauf hart bestraft.
Als noch keine Europäer in Südafrika lebten, war Marihuana eine beliebte Tauschware zwischen den bantusprachigen Bevölkerungsgruppen und den Khoi Khois sowie San. Die Briten verboten den Handel und diese Gesetze gelten auch heute noch, aber trotzdem raucht mindestens ein Viertel der schwarzen Bevölkerung noch heute das Marihuana. Suchtfördernde Drogen sind heute in Südafrika generell verboten. Konsum und Besitz werden auch für südafrikanische Verhältnisse hart bestraft. Mit der Öffnung des Landes und dem Ende der Apartheid kommen zunehmend härtere Drogen nach Südafrika, was auch eine erhöhte Beschaffungskriminalität zur Folge hat.
Zigaretten rauchen ist unüblich für Frauen in den Townships und anderen südafrikanischen Kulturen. In weissen Gemeinschaften wird das Rauchen als sehr üblich angesehen und es wird verhältnismässig mehr geraucht als in der Schweiz.

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